Grundstück „erschlossen“ – was bedeutet das für unseren Hausbau?
In einem Grundstücksangebot steht: „erschlossen“. Prima. Dann sind Strom, Wasser und Abwasser schon am zukünftigen Haus und alles ist bezahlt? So einfach sollten Sie es sich nicht machen.
Die schnelle Antwort
Der Begriff „erschlossen“ sagt Ihnen allein noch nicht, welche Leitungen tatsächlich bis wohin vorhanden sind und welche Kosten bereits bezahlt wurden.
Deshalb sollten Sie vor dem Grundstückskauf konkret nachfragen.
Welche Fragen sollte ich stellen?
- Wo befindet sich der Trinkwasseranschluss?
- Wie erfolgt die Abwasserentsorgung?
- Wo liegt der Stromanschluss?
- Welche Leitungen liegen bereits an der Grundstücksgrenze und welche müssen noch hergestellt werden?
- Sind noch Erschließungs- oder Anschlussbeiträge offen?
- Und wie weit ist es von den jeweiligen Anschlusspunkten bis zum geplanten Haus?
Warum ist der Standort des Hauses wichtig?
Stellen Sie sich zwei gleich große Grundstücke vor. Auf dem einen steht das Haus relativ nah an den Anschlusspunkten. Auf dem anderen liegt das Baufeld weit hinten.
Dann können unterschiedliche Leitungslängen erforderlich werden. Deshalb interessiert uns bei einer Grundstücksprüfung nicht nur, ob Anschlüsse vorhanden sind, sondern auch wo.
Mein Tipp
Lassen Sie sich Aussagen zur Erschließung möglichst konkret erklären und vorhandene Informationen bzw. Unterlagen zum Beispiel Leitungspläne zeigen.
„Erschlossen“ ist für die Grundstückssuche eine wichtige Information. Für eine belastbare Kostenplanung brauchen Sie aber die Details.





